GRÄTZL TÖNE - So klingt der Gasometer

Konzept & Leitung

2025

 

Am 15. Dezember 2025 wurden die Wiener Gasometer zu einem Ort der Musik und Begegnung. Studierende der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien entwickelten gemeinsam mit Künstler:innen und lokalen Institutionen Formate, die gezielt auf den urbanen Lebensraum und seine Nutzer:innen eingingen – zwischen Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Das Publikum war eingeladen mitzuwirken, Instrumente auszuprobieren und in direkten musikalischen Austausch zu treten.

Zu erleben waren unter anderem die Polgar Inclusive Band im Musikhaus Klangfarbe, eine offene Probe der Johann Sebastian Bach Musikschule Wien, Kooperationen mit der Popakademie Wien, das Bandprojekt Open Obdach des Fonds Soziales Wien sowie ortsspezifische Beiträge von Musiker:innen des Ensemble Studio Dan mit einem Werk des Komponisten Rudolf Wakolbinger. Der Bassist Robin Gadermaier vertonte live das Finale eines Fantasy-Strategiespiel-Turniers, Mitglieder der inklusiven Rockband Monkeys of Earth entwickelten gemeinsam mit Studierenden neue musikalische Begegnungsformate. Musik erschien hier nicht als fertiges Produkt, sondern als gemeinsame Handlung – künstlerisch anspruchsvoll, sozial verankert und offen für unterschiedliche Lebensrealitäten.

Ein abschließender Talk unter dem Titel „Proberäume der Demokratie“ versammelte Ursula Berner, Axel Petri-Preis, Hanns Stekel und Anna Dempsey, moderiert von Miriam Damev, und fragte nach der Rolle musikalischer Praxis für gesellschaftlichen Zusammenhalt. GRÄTZL TÖNE zeigte den Gasometer als Resonanzraum, in dem künstlerische Qualität, Verantwortungsbewusstsein und gemeinsames Gestalten ineinandergreifen.

Fotos: Christopher Mavrič

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