GRÄTZL TÖNE - So klingt die Mittelschule Viktor Christ Gassse

Konzept & Leitung

2025

 

Im Rahmen der Community-Music-Reihe GRÄTZL TÖNE wurde die Mittelschule Viktor-Christ-Gasse im 5. Wiener Gemeindebezirk zu einem offenen Klangraum für das ganze Grätzl. Über mehrere Wochen arbeiteten Schüler:innen, Studierende und Künstler:innen gemeinsam an musikalischen Formaten, die am 18. Juni 2025 in der gesamten Schule präsentiert wurden.

42 Workshops – viele Stimmen, viele Wege

Insgesamt entstanden in 42 Workshops Musikstücke, Klangexperimente, Performances und Installationen. Gebaute Instrumente, Körperklänge, elektronische Sounds und improvisierte Formen trafen aufeinander. Die Schüler:innen bewegten sich zwischen avantgardistischen Impulsen, Pop- und Hip-Hop-Einflüssen und eigenen Ausdrucksformen. Entscheidend war nicht Reproduktion, sondern gemeinsames Gestalten.

Arbeiten auf Augenhöhe

Beteiligt waren Künstler:innen wie Tonica Hunter, Maiken Beer, Gammon, Flip Philipp, Linda Basquel und Markus W. Schneider, Musiker:innen der Wiener Symphoniker, das Ensemble Studio Dan sowie Studierende der mdw. Die Zusammenarbeit war prozessorientiert, ko-kreativ und machtsensibel angelegt. Schüler:innen wurden nicht angeleitet im engen Sinn, sondern eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und musikalisch sichtbar zu werden.

Besondere Konzertmomente

Ein zentrales Erlebnis war das 1:1-Konzert von Robin Gadermaier in der Traglufthalle am Bacherplatz – ein konzentrierter Dialog zwischen Klang und Zuhören. Ergänzt wurde das Programm durch den Auftritt der Band Hidden Gemz, die gemeinsam mit Schulklassen eine Performance zwischen Rap, Rock und Wiener Alltagssprache entwickelte.

Talk: „Wie wollen wir zusammenleben?“ – Stimmen aus Politik, Bildung und Kunst

Im begleitenden Gespräch diskutierten Veronika Kaup-Hasler, Ursula Berner, Axel Petri-Preis, Kristina Mandl, Theresia Niedermayer und Ilkay Idiskut über kulturelle Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Talk verband schulische Praxis mit kulturpolitischen Perspektiven und öffnete den Projektrahmen über den Konzertmoment hinaus.

Wirkung

Im Zentrum stand die Stärkung von Selbstwirksamkeit und kultureller Teilhabe. Musik wurde als geteilte Praxis erfahrbar – als Raum, in dem künstlerische Qualität, soziale Beziehung und individuelle Ausdrucksformen gleichzeitig entstehen können. Schule zeigte sich nicht nur als Lernort, sondern als öffentlicher Ort des Austauschs.

Rahmen & Förderung

Das Projekt wurde im Programm „Kunst ist Klasse!“ durch den OeAD – Agentur für Bildung und Internationalisierung, das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) sowie die Bezirksvertretung Margareten ermöglicht.

Fotos: Christopher Mavrič

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